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"Unser Dorf hat Zukunft": Bewertungskommission besucht Wipfeld

Am 17. Mai wird es für Wipfeld ernst: Der ursprünglich schon für 2020 geplante Bezirksentscheid des Wettbewerbes "Unser Dorf hat Zukunft" steht an. Eine fünfköpfige Bewertungskommission ist dann zu Gast, um sich ein Bild von der zukunftsfähigen Entwicklung der Gemeinde zu machen.

Schon jetzt laufen die Vorbereitungen, schließlich ist ein großer Dorfrundgang geplant, um möglichst viele Facetten des lebendigen Dorflebens und der engagierten Bürgerinnen und Bürger aufzuzeigen. Bürgermeister Blesch stellte dem Gemeinderat kurz die Übersicht vor: Los geht es am Marktplatz mit einer Präsentation des Dorfes, anschließend folgt eine 90-minütige Kombination aus Rundgang und Rundfahrt mit vielen Eindrücken von dem, was Wipfeld so ausmacht in den Bereichen Wirtschaft, Grüngestaltung, Bauentwicklung, Landwirtschaft, Kultur und Soziales.

Das abschließende Resümee findet dann auf dem Kirchplatz statt. Wie Blesch betonte, ist für den gelungen Ablauf eine ausgefeilte Choreografie nötig. Er nannte in diesem Zusammenhang Stefan Volkmuth. Laut Blesch wäre es schön, wenn weitere Gemeinderatsmitglieder den Dorfwettbewerb unterstützen. Dafür sei es wichtig, fand Udo Muckenschnabl, alle Termine an die Beteiligten weiterzugeben, die den Tag mitgestalten und dafür Urlaub bräuchten. Zudem sei es gut, wenn die Gasthäuser ihre Pforten öffnen.

Anschließend präsentierte der Rathauschef den aktuellen Planungsstand für die künftige ÖPNV-Versorgung Wipfelds. Nach dem neuen Landkreis-Mobilitätskonzept gibt es verschiedene Hauptstrecken, die im Stundentakt verkehren. Für Orte wie Wipfeld, die, abgesehen vom Ortsteil St. Ludwig, nicht direkt an diesen Linien liegen, gibt es Bedarfsverkehr: sogenannte Anruf-Sammeltaxis (AST), die etwa 30 Minuten vor dem geplanten Fahrantritt bestellt werden müssen und die Fahrgäste dann zu den Verknüpfungspunkten der Hauptstrecken oder innerörtlich zwischen angeschlossenen Ortsteilen befördern. Eine "optimale Lösung", wie Udo Muckenschnabl abschließend feststellte. Der Schulbus ist davon übrigens nicht betroffen und kann auch weiterhin von Nichtschülern genutzt werden.

Auch Finanzen standen auf der Tagesordnung: So wurde einstimmig eine neue Hundesatzung erlassen. Für den ersten Hund werden ab Januar 2022 nun 60 Euro, den zweiten 100 und den dritten 120 Euro fällig, für Kampfhunde nun unabhängig vom Wesenstest 500 Euro.

Weiter entschied das Gremium, die Gültigkeit der 2021 nicht benötigten Kreditermächtigung für Investitionen in Höhe von 200 000 Euro bis Ende 2022 festzusetzen, genehmigte dann noch die über- und außerplanmäßigen Ausgaben für den Unterhalt der Fähre (18 600 Euro), die nicht versicherten Schäden der Fähre (Selbstbeteiligung 2500 und 2900 Euro), sowie Investitionen für die Mainlände (3500 Euro) und Grunderwerb (4000 Euro).

Anschließend wurde das Rechnungsergebnis 2020 mit der erfreulichen Mitteilung zur Kenntnis genommen, dass die eingeplante Zuführung vom Vermögenshaushalt an den Verwaltungshaushalt in Höhe von 31 450 Euro nicht vorgenommen werden musste.

Einstimmig wurde festgelegt, dass die Gemeinde, wie schon einmalig 2018 zur Gründung der Ersthelfergruppe "Bereitschaft Schwanfeld" des Bayerischen Roten Kreuzes, einen Euro pro Einwohner, sprich 1034 Euro für die Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit entrichtet, schließlich - so Berthold Braun - "rettet der Ersthelfer-Einsatz Leben".