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User sehen großes Problem: Polizei im Rheinland mit schockierendem Post zu Badetoten

Rheinland -

Mit einem bewegenden Post hat die Polizei im Rheinisch-Bergischen Kreis auf die Gefahr von Badeunfällen aufmerksam gemacht. Die Statistik der vergangenen Tage zeigen schockierende Zahlen. Auch die Follower sprechen den Familien ihr Beileid aus – machen aber auch auf ein großes Problem aufmerksam.

Allein in den vergangenen zwei Wochen sind sechs Menschen beim Schwimmen in offenen Gewässern in Nordrhein-Westfalen ums Leben gekommen – die meisten von ihnen unter 30 Jahre alt. Das ist die schreckliche Statistik, auf welche die Polizei Rheinisch-Bergischer Kreis am Freitag (18. Juni) aufmerksam macht.

Sechs Badetote in NRW, zwei Mädchen vermisst

Die Suche nach zwei vermissten Mädchen (13, 14) wird unterdessen weiter fortgesetzt. Die Mädchen waren beim Schwimmen im Rhein in Duisburg am Mittwoch (16. Juni) in den Fluten am Alsumer Steig untergegangen. Ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr, Tauchern und Rettungsorganisationen suchte fieberhaft nach ihnen. Ohne Erfolg.

Große Hoffnung, die beiden Mädchen noch lebend zu finden, besteht kaum. Die 17-jährige Freundin der beiden Jugendlichen hatten die Rettungskräfte noch an dem Mittwoch tot aus dem Rhein bergen können. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen habe ein Notarzt nur noch ihren Tod feststellen können.

Tragische Umstände: 29-Jähriger ertrinkt beim Schwimmen im Rhein

Besonders tragisch war auch ein Badeunfall im Rhein bei Rheinberg-Orsoy verlaufen. Ein 29-Jähriger war beim Schwimmen schnell in eine Notlage geraten. Der junge Mann rief um Hilfe und versuchte verzweifelt, sich ans Ufer zu Retten. Doch vergeblich, schließlich war er im Wasser untergegangen. Zeugen mussten das Drama mitansehen und alarmierten die Rettung.

Die Leiche des 29-Jährigen wurde erst Tage später in Holland gefunden. In einem Mündungskanal in Nimwegen wurde der leblose Körper in der Waal angespült.

20-Jähriger stirbt in Lünen, 13-Jährige kommt in Kölner See ums Leben

Zu dem ersten Badetoten war es am Mittwoch (2. Juni) in Lünen gekommen. Ein 20-Jähriger hatte gemeinsam mit Freunden versucht, den Datteln-Hamm-Kanal schwimmend zu überqueren und war plötzlich verschwunden. Erst Stunden später bargen Taucher seine Leiche aus dem Wasser.

Nur einen Tag später, am Donnerstag (3. Juni) war es zum nächsten Badeunfall in NRW mit tödlichem Ausgang gekommen. In einer Kiesgrube im Kölner Stadtteil Rath/Heumar ist ein Mädchen beim Schwimmen ertrunken. Sie war erst 13 Jahre alt.

Zwei tödliche Badeunfälle im Rotter See in Troisdorf

Gleich zwei Badetote innerhalb von nur wenigen Tagen sind am Rotter See in Troisdorf zu verzeichnen. Am Samstag (12. Juni) rutschte ein 26-jähriger Nichtschwimmer von einer Badeinsel in das Gewässer. Er konnte nicht gerettet werden.

Am Mittwoch (16. Juni) dann der nächste tödliche Unglück. Beim Versuch, den Rotter See zu überqueren, ging ein 38-Jähriger unter. Rettungskräfte konnten ihn zunächst wiederbeleben, doch er starb wenig später im Krankenhaus.

Polizei Rhein-Berg spricht Familien Beileid aus

„Das ist die traurige Quote“, bringt es die Polizei im Rheinisch-Bergischen Kreis in seinem Facebook-Post auf den Punkt. Und warnt: „Passen Sie auf sich auf und unterschätzen Sie nicht die Gefahr beim Baden!“

Den Hinterbliebenen sprechen die Beamten ihr herzliches Beileid aus.

Auch viele Follower schließen sich den Beileidsbekundungen an und Trauern um die vielen Badetoten. „Ganz viel Kraft den Familien und den Freunden, die es mit ansehen mussten“, schreibt ein Paar etwa.

Badeunfälle in NRW: User machen auf großes Problem aufmerksam

Andere User machen in diesem Zusammenhang auf ein Problem in der Corona-Pandemie aufmerksam. Zwar haben viele Freibäder wieder geöffnet, allerdings sind aufgrund der Corona-Schutzverordnung deutlich weniger Besucher zugelassen.

„Die sollten die Bäder endlich wieder normal öffnen, so dass mehr Leute die Chance haben, mit Hilfe in der Nähe zu baden. Dann müssen sie nicht ins ‚Wildwasser‘“, findet eine Nutzerin. Auch eine andere Userin glaubt, dass die vielen Toten das traurige „Resultat aus den ganzen Schließungen der Bäder in den Städten“ zurückzuführen sind.

DLRG hat Problem mit „Masse an Nichtschwimmern“

Andere User bekunden ihr Bedauern, dass viele Kinder aufgrund der monatelangen Schulschließungen keine Möglichkeit hatten Schwimmen zu lernen.

Ein Argument, das auch die Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft teilt.

„Eine große Masse an Nichtschwimmern rennt uns momentan die Türen ein und möchte Kurse belegen, das überfordert uns“, sagt ein DLRG-Sprecher auf Anfrage.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter kämen an ihre Grenzen. Alle Rettungsorganisationen und Schwimmschulen versuchten das auszugleichen, doch das werde wegen beschränkter Kapazitäten in den Schwimm-und Freibädern schwierig. (jv)

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