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Von der Leyen zu U-Boot-Deal: Vorgehen gegenüber Frankreich „nicht akzeptabel“

Von der Leyen und Macron im Juni in Brüssel Bild: dpa

Im U-Boot-Streit zwischen Frankreich und den USA, Australien und Großbritannien gibt es Kritik aus Brüssel. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen springt Frankreich in der Debatte um das gescheiterte Geschäft zur Seite.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat das Vorgehen der USA, Australiens und Großbritanniens gegenüber Frankreich im Streit um einen geplatzten U-Boot-Deal als „nicht akzeptabel“ bezeichnet. „Es gibt viele offene Fragen, die beantwortet werden müssen“, sagte von der Leyen in einem Interview mit dem US-Sender CNN, von dem am Montag Ausschnitte beim Onlinedienst Twitter veröffentlicht wurden. Frankreich hatte wegen Canberras Rückzug aus einem milliardenschweren U-Boot-Geschäft in der vergangenen Woche empört reagiert.

„Wir wollen wissen, was passiert ist und warum“, betonte die EU-Kommissionspräsidentin. Das vollständige Interview sollte am Montagabend veröffentlicht werden.

Hintergrund des ungewöhnlich heftigen Streits unter Verbündeten ist die Gründung eines neuen Sicherheitsbündnisses für den Indopazifik zwischen den USA, Großbritannien und Australien. Dieses veranlasste die australische Regierung, das seit langem vereinbarte U-Boot-Geschäft mit Frankreich platzen zu lassen und stattdessen US-Atom-U-Boote anzuschaffen.

Paris rief daraufhin seine Botschafter aus Canberra und Washington zu Beratungen zurück. Außenminister Jean-Yves Le Drian beklagte einen „schweren Vertrauensbruch“. Frankreichs Europa-Staatssekretär Clément Beaune deutete an, die Affäre könnte Gespräche über Handelsbeziehungen zwischen Australien und der EU gefährden.

Um den Ärger Frankreichs über den geplatzten Deal zu besänftigen, schlugen die Verbündeten zuletzt versöhnliche Töne an. US-Präsident Joe Biden habe seinen Kollegen Emmanuel Macron um ein Gespräch gebeten, sagte ein französischer Regierungssprecher. In den kommenden Tagen werde es ein Telefonat geben.

Der britische Premierminister Boris Johnson sprach von der „unauslöschlichen Liebe“ seines Landes zu Frankreich, und Australiens Vize-Premierminister Warnaby Joyce erinnerte an die australischen Soldaten, die in beiden Weltkriegen auf der Seite Frankreichs gekämpft hatten.

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