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Wann kommt der digitale Impfpass in Deutschland? Alles, was Sie zum neuen Dokument wissen müssen

Kosten, Sicherheit und Zeitpunkt: Die Pläne für den digitalen Impfpass in Deutschland werden konkreter. Doch einige Fragen gibt es bei vielen Bürger:innen wohl noch.

Berlin - Schon im Sommer könnte es so weit sein. Der digitale Impfpass in Deutschland soll es ermöglichen, den Impfschutz einfach auf dem Smartphone nachzuweisen. Er erweitert damit das gelbe Impfheftchen, das leicht zu fälschen ist. Doch wie genau funktioniert der neue Ausweis? Und wie werden Menschen ohne Smartphone eingebunden? Die wichtigsten Antworten.

Was verbirgt sich hinter dem digitalen Impfpass und wie funktioniert er?

Die Diskussion über Erleichterungen der Corona-Maßnahmen für Geimpfte ist in Deutschland aktuell in vollem Gange. Bereits ab diesem Wochenende (9. Mai) sollen die ersten Lockerungen kommen. Das treibt die Wichtigkeit des digitalen Impfpasses noch einmal an. So sollen bereits geimpfte Bürger:innen Daten, wie Impfzeitpunkt und Impfstoff, auf dem Smartphone speichern können, informiert das Gesundheitsministerium.

Dazu wird nach der Impfung im Impfzentrum oder der Praxis ein 2D-Barcode erstellt, den Nutzer:innen auf ihrem Smartphone einmalig einscannen können. „Der digitale Impfnachweis wird dann von den Nutzern über eine App, die kostenfrei zum Download bereitgestellt wird, auf dem Smartphone gesteuert“, so das Gesundheitsministerium. Zur Überprüfung soll es ebenfalls eine App geben.

Schutz vor Missbrauch: Wie lassen sich die Daten vor Fälschung schützen?

Um Missbrauch zu vermeiden, dürfen nur autorisierte Personen in Impfzentren, Krankenhäusern und Praxen die Nachweise ausstellen. „Der digitale Impfnachweis ist kryptographisch vor Veränderungen geschützt und gleichzeitig an ein Smartphone gebunden, sodass auch ein möglichst umfassender Schutz vor Vervielfältigung besteht“, heißt es weiter.

Um den Pass schnell für alle verfügbar machen zu können, plant der Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aktuell auch eine Ausstellung in Apotheken. Neben Arztpraxen und Impfzentren sollten „auch Apotheker für bereits Geimpfte den digitalen Impfpass ausstellen können“, sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Noch vor den Sommerferien: Wann kommt der digitale Impfnachweis und was wird er kosten?

Das Gesundheitsministerium geht derzeit davon aus, dass der digitale Impfpass ab Ende des zweiten Quartals zur Verfügung stehen wird. Also noch vor den Sommerferien. Um ihn allen Bürger:innen zur Verfügung zu stellen, wird der Impfausweis wohl auch kostenlos sein, wie aus der Position der EU-Staaten hervorgeht.

Wann kommt der digitale Impfpass für Deutschland? Er soll auch Reisen wieder ermöglichen. (Symbolbild)

Was geschieht mit Kindern und Personen ohne Smartphone?

„Digitale Impfnachweise von Kindern oder Partnern können zusammen auf einem Smartphone gespeichert werden“, gibt das Gesundheitsministerium bekannt. Außerdem bleibt auch das gelbe Heftchen weiterhin gültig. „Wenn Geimpfte kein Smartphone besitzen oder dieses verloren haben, ist der Impfnachweis über das bekannte ‚gelbe Heft‘ selbstverständlich weiterhin möglich und gültig“, heißt es. Zudem sollen Menschen ohne Smartphone eine digital einlesbare Impfbescheinigung als QR-Code auf Papier erhalten, die als Nachweis dient, so das Ärzteblatt.

Lockerungen durch den neuen Pass: Was ist mit dem digitalen Impfpass alles möglich?

Die Lockerungen der Maßnahmen im eigenen Land legen die Regierungen unabhängig voneinander fest. In Deutschland betrifft dies zunächst die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen.

Zudem dürften auch Urlaubsreisen in der EU vermehrt möglich sein. Es ist also zu erwarten, dass der deutsche Impfpass auch europäisch anerkannt wird, wie aus Erklärungen des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Vor allem Urlaubsländer, wie Griechenland oder Spanien, deren Wirtschaft stark vom Tourismus abhängt, hatten sich auf europäischer Ebene für EU-weit anerkannte Zertifikate eingesetzt. (chd)

Rubriklistenbild: © U. J. Alexander/Imago

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