Germany

Welche Fortschritte der digitale Euro macht

Im Podcast „So techt Deutschland“ gewähren die besten Digitalexperten Einblicke in die Tech-Szene

Künstliche Intelligenz, Blockchain oder Social Bots – die Zukunft ist digital. Aber wie digital ist eigentlich Deutschland? Im Podcast „So techt Deutschland“ gewähren die besten Digitalexperten Einblicke in die Tech-Szene.

Unsere Welt wird immer digitaler. Jetzt zieht auch die Währung nach. Seit 2018 ist der digitale Euro im Gespräch, jetzt will sich die Europäische Zentralbank den Herausforderungen für seine Entwicklung stellen. Ab Oktober startet für das neue Zahlungsmittel die Projektphase. China ist man nach eigenen Angaben schon einen Schritt weiter: der E-Yuan wird bereits getestet und soll bald schon offizielles Zahlungsmittel in der Volksrepublik werden.

Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz befürchtet angesichts dieser Entwicklungen, dass nun das Rennen um die erste digitale Währung losgeht. „Wir brauchen sicherlich noch vier bis fünf Jahre. Die große Frage ist in der Tat: Haben wir diese Zeit noch?“ erzählt Balz im ntv-Podcast „So techt Deutschland“ mit Blick nach Asien. Doch: „Sorgfalt geht für uns vor Schnelligkeit“, so der gelernte Bankkaufmann.

Digitaler Euro als drittes Zahlungsmittel

Für Verbraucher habe der digitale Euro aber auch einen Vorteil. „Es handelt sich um Zentralbankgeld“, erklärt Balz. Anders als private Banken könne die EZB nicht pleite gehen, der digitale Euro wäre damit ein sicheres zusätzliches Zahlungsmittel, so der Bundesbank-Vorstand. Auch Unternehmen könnten von der Währung profitieren und beispielsweise Geschäftsvorgänge damit verknüpfen. „Technisch ist fast alles machbar. Am Ende muss geschaut werden, was politisch gewollt ist“, sagt Balz.

Nun werde deshalb erst einmal geprüft, welche Funktionen der digitale Euro leisten muss. Dabei könnten die Ansprüche nicht unterschiedlicher ausfallen: „Wenn Sie Private nehmen, haben die andere Wünsche als die Wirtschaft.“ All das müsse man unter einen Hut bekommen. Auch sei noch nicht entschieden, auf welcher technischen Infrastruktur der digitale Euro aufgesetzt werde. Die Blockchain sei entgegen mancher Berichte weiter eine mögliche Option.

Wie es um den Datenschutz beim Digitalen Euro bestellt ist und wie die EZB sogenannte „Bank Runs“ vermeiden will, erzählt Burkhard Balz in der neuen Folge von „So techt Deutschland“.

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