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Wie der Teil-Lockdown für Ungeimpfte wieder enden könnte

Für Ungeimpfte hat der Teil-Lockdown einen Namen: 2G. Strikt gilt diese Regelung in Baden-Württemberg. Überschreitet die Krankenhausauslastung eine definierte Schwelle, kommen Ungeimpfte nicht mehr in Restaurants, Museen, Schwimmbäder und andere Einrichtungen – nur noch Geimpfte und Genesene dürfen rein. Rheinland-Pfalz hat sich auf ein „2G Plus“-System festgelegt, das die zulässige Zahl von getesteten Ungeimpften beschränkt.

In zahlreichen anderen Bundesländern haben Gastronomen und Veranstalter die Option, 2G freiwillig einzuführen. Dann fallen Beschränkungen wie Abstandsgebote weg. Begründet werden die Schritte mit den Infektionszahlen unter Ungeimpften – einem Drittel der Deutschen. Doch wie lange soll 2G gelten?

Auf Anfrage bleiben die Länder vage. „Über Corona-Maßnahmen wird regelmäßig beraten“, antwortet die Senatsverwaltung für Gesundheit in Berlin. Das Gesundheitsministerium in Sachsen-Anhalt teilt mit, „der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit“ erfordere es, „nur insoweit Schutzmaßnahmen zu ergreifen, solange dies erforderlich ist“.

Die Sprecherin der niedersächsischen Landesregierung sagt, dass noch nicht beantwortet werden könne, wann 2G-Regeln wieder überflüssig werden. Man brauche Schutzmaßnahmen so lange, bis möglichst viele Menschen ein Impfangebot angenommen hätten und eine Überlastung des Gesundheitssystems nicht mehr zu befürchten sei. Laut Sachsens Staatsministerium sind Prognosen aufgrund der Unberechenbarkeit zahlreicher Faktoren nicht möglich.

Aus dem strengsten 2G-Land Baden-Württemberg heißt es, man passe die Maßnahmen an das Pandemiegeschehen alle vier Wochen an. Hans-Ulrich Rülke, FDP-Fraktionsvorsitzender im Stuttgarter Landtag, hält die Impfquote hingegen für hoch genug für eine 3G-Regelung: „Wer sich nicht impfen lassen möchte, der tut dies auf eigene Gefahr, und wer sich nicht impfen lassen kann, der muss eine persönliche Risikoabwägung vornehmen.“

Bei den Abwägungen der Länder spielen auch die Neuinfektionen eine gewichtige Rolle. Die für Gesundheit zuständige Sozialbehörde in Hamburg rechnet damit, dass „weite Teile“ derjenigen, die sich nicht impfen lassen wollen, bis zum kommenden Frühjahr „mit einer Infektion konfrontiert sein könnten – und nach einer solchen Infektion dann im kommenden Jahr potenziell als genesen gelten“.

Vorsitzender des Gesundheitsausschusses nennt konkreten Zeitpunkt

Man werde durch die Infektionen unter Ungeimpften ein „Abflauen der Pandemie“ erleben, nimmt auch Thorsten Frei (CDU), Unionsfraktionsvize im Bundestag, an. „Wann genau das der Fall ist, kann ich nicht sagen, ich gehe aber davon aus, dass die Wintermonate nun noch einmal schwierig werden.“ Er halte es für „wahrscheinlich, dass wir mit dem Ende der vierten Welle eine so hohe 2G-Rate erreicht haben werden, dass wir auf einschneidende weitere Maßnahmen verzichten können“.

Einen konkreten Zeitpunkt nennt der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Erwin Rüddel (CDU). „Wenn Kinder ab fünf Jahren ihre Impfchance hatten, dann muss wieder alles normal laufen.“ Bis dahin sei das 2G-Optionsmodell der richtige Weg, um durch Herbst und Winter zu kommen „Ich rechne mit vollständiger Normalität ab März.“

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SPD-Fraktionsvize Bärbel Bas sieht für die Frage, welche Maßnahmen wie lange notwendig seien, die Entwicklung von Hospitalisierungsrate, Neuinfektionen, verfügbaren Intensivplätzen und Impfquote entscheidend. Ungeimpfte anders zu behandeln sei gerechtfertigt, weil sie eine wesentlich höhere Wahrscheinlichkeit hätten, Corona weiterzuverbreiten.

FDP-Gesundheitspolitikerin Christine Aschenberg-Dugnus widerspricht: „Wenn die Wissenschaft sagt, dass von Menschen mit einem negativen Test ein ebenso geringes Infektionsrisiko ausgeht wie von Geimpften, dann müssen wir die Fälle auch gleich bewerten.“

Auch Maria Klein-Schmeink, Vize-Fraktionsvorsitzende der Grünen, verweist auf die Impfquote. Wann diese ausreichend hoch sei und man vollständig zur Normalität zurückkehren können, hänge „von der weiteren Entwicklung der Pandemie und möglicher Mutationen sowie von der Belastung des Gesundheitswesens in Deutschland ab“.

„Kinder auszuschließen ist absolut unangemessen und eine absurde Idee“

„Der Druck des 2G-Modells ist kontraproduktiv“, sagt Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer. Man müsse bei der Impfkampagne auf Aufklärung setzen. Zudem gebe es überhaupt keinen Hinweis auf eine Überlastung des Gesundheitswesens, die diese Maßnahmen rechtfertige.

Quelle: WELT

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