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Wie die S-Bahn das Gewerbegebiet Gelting verändern könnte

Einer von drei neuen S-Bahn-Haltepunkten soll in Gelting entstehen. Daraus ergeben sich Entwicklungsmöglichkeiten für das Gewerbegebiet.

Gelting – Die Stadt Geretsried erwartet den Planfeststellungsbeschluss für die S-Bahn-Verlängerung von Wolfratshausen in die größte Stadt im Landkreis für Ende diesen, Anfang nächstes Jahres. Damit rückt der Bau der Trasse samt drei neuer Bahnsteige näher. Wie es außenrum aussehen soll, muss sich die Stadt überlegen. Vorbereitende Untersuchungen für den Haltepunkt in Gelting laufen. Damit befasste sich jüngst der Stadtrat.

Für den Hintergrund ist wichtig zu wissen, dass in Geretsried im Verhältnis zur Entwicklung der Einwohnerzahl Arbeitsplätze fehlen. In Gelting sehen Bauamt und der beauftragte Planungsverband Äußerer Wirtschaftsverband die Chance, die „dingend benötigten Gewerbeflächen“ zu entwickeln, so Stadtbaurat Rainer Goldstein.

Wie das aussehen könnte, skizzierte Sebastian Neudecker, Architekt beim Planungsverband. Einen Zwischenstand stellte er den Stadträten vor und bat um Anregungen. Es sei ein „Blick in die Zukunft“, „Gedanken“, betonte Bürgermeister Michael Müller. „Was hier passiert, wird nicht morgen gebaut“, so der Rathauschef. Und er stellte klar: „Gelting muss als unabhängiger Ort erhalten bleiben.“

Leitenstraße soll etwas verlegt werden

Wenn die S-Bahn von Wolfratshausen kommt, hält sie laut Architektenzeichnung vor den Toren Geltings an der Einfahrt zum Gewerbegebiet. Etwa auf Höhe des Gebrauchtwagenzentrums, auf der Wiese zwischen Leiten-, Breitenbach- und Buchberger Straße sowie dem Bereich, in dem einst ein zusätzlicher Friedhof entstehen sollte und jetzt die jungen Kart-Fahrer des MSC Geretsried trainieren, sind ein Kreisverkehr und der Bahnsteig geplant. Die Leitenstraße wird dafür etwas verlegt, erklärte Neudecker.

Die Erschließung des dreiecksförmigen Zuschnitts könnte sich der Architekt mit einer Einbahnstraße von der Leitenstraße aus vorstellen, an deren Ende, also zum Kreisverkehr hin, es sich anbieten würde, ein neues Feuerwehrhaus zu bauen. Um den S-Bahnhaltepunkt schlägt er neben einer Bushaltestelle eine Bäckerei oder einen Kiosk vor, überdachte Radlständer und eine Park-and-Ride-Anlage. „Vielleicht mit 130, 140 Stellplätzen, das muss man sich im Detail überlegen“, so Neudecker. Denkbar wäre, die Anlage zu überbauen. Ein entsprechendes Pilotprojekt gibt es in Eichenau bei Fürstenfeldbruck.

Die S-Bahn-Trasse verläuft dann entlang der Leitenstraße weiter Richtung Geretsried. Dort schlägt Neudecker einen begrünten Fuß- und Radweg ins bestehende Gewerbegebiet vor. Zur Straße hin wäre dann noch Platz für eine „lockere und nicht zu dichte Bebauung“. Es wäre „schade, die Fläche nicht zu nutzen“. „3,5 Hektar kommen da zusammen, verkehrlich bestens erschlossen“, so der Architekt. 3,5 Hektar entsprechen fast fünf Fußballfeldern.

Hangkante im Norden soll nicht angetastet werden

Zum Gut Buchberg hin könnte sich Neudecker einen Erlebnispfad oder eine naturnahe Freizeitnutzung vorstellen. Im Bereich des Guts Buchbergs wäre auch ein hochwertiger Hotelbetrieb denkbar. Südlich des Logistikers Loxxess schlägt der Architekt die Entwicklung eines hochwertigen Gewerbegebiets mit einem Bildungscampus vorstellen.

In einer Variante, von der der Experte jedoch selbst abrät, wird die Hangkante im Norden durchschnitten, um eine alternative Zufahrt zum Gewerbegebiet und weitere lockere Bebauung zu schaffen. Das gefiel Franz Wirtensohn (CSU) nicht. Bei der Diskussion um die Wellnessanlage Spaladin habe man sich für den Erhalt der dortigen Bäume ausgesprochen. „Es war auch Wunsch der Bevölkerung, dass man das Gewerbegebiet dadurch abschirmt“, betonte der Geltinger. Nichtsdestotrotz sei es ein Manko, dass der Mitterfeldweg durch die S-Bahn-Gleise abgeschnitten werde.

Bürgermeister Michael Müller (CSU) räumte ein, dass die Lösung nicht optimal sei. Aber man habe bei der Planung auf die Erschließung durch die Kreisstraße bestanden und dass es möglichst wenig Querungen der S-Bahn-Trasse geben soll, um das Projekt nicht zu gefährden. Dr. Detlev Ringer (Grüne) bat darum, die Leistungsfähigkeit der Straßen genau zu überprüfen. Dr. Elmar Immertreu (Geretsrieder Liste) brachte die Erschließung des Gewerbegebiets über den Knotenpunkt Geretsried Nord ins Spiel.

Martina Raschke (Grüne) regte an, bei der Vergabe neuer Gewerbeflächen bestehende Unternehmen bevorzugt anzusprechen und das Projekt unter der Überschrift einer nachhaltigen Bauweise zu verfolgen. „Wir sollten das als Chance nutzen, etwas auszuprobieren“, betonte sie. Patrik Kohlert (GL) sprach sich für die Überdachung von Park-and-Ride-Anlagen aus. Fraktionskollege Volker Reeh forderte einen Freiflächenplan sowie Sport- und Freizeitflächen. In Sachen Entwicklung des Gewerbegebiets bemerkte er: „Wichtig wird die Qualität sein, nicht möglichst große Flächen.“

sw

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