Germany

Zu Fuß auf den Berggipfel: Warum strengen sich Menschen freiwillig an?

Zu Fuß auf den Berggipfel Warum strengen sich Menschen freiwillig an?

Warum auf einen Berg steigen, wenn man die Gondel nehmen kann? Dass Menschen freiwillig Anstrengungen auf sich nehmen, stellt die Wissenschaft vor ein Rätsel. Für dieses Anstrengungs-Paradox gibt es verschiedene Erklärungen. Ein Experiment deutscher Forscher liefert neue Hinweise.

Anstrengungen rufen Widerwillen hervor. Darum neigen Menschen dazu, so die gängige Annahme, anstrengende Handlungen zu vermeiden. Dem zugrunde liegt die Vorstellung, das Menschen bei ihren Entscheidungen die körperlichen und geistigen Kosten abwägen. Doch im Alltag kann man etwas ganz anderes beobachten: Menschen lösen etwa ein kompliziertes Rätsel oder erklimmen einen Berg, obwohl sie stattdessen auch einen Film anschauen oder mit der Gondel auf den Berg fahren könnten. Warum tun sie das?

Für dieses sogenannte Anstrengungs-Paradox werden verschiedene Erklärungen diskutiert. So wird etwa angenommen, dass die Anstrengung den Wert dessen steigert, was am Ende dabei herauskommt. Man spricht auch vom "IKEA-Effekt" - selbst zusammengebaute Möbeln oder Gegenständen werden mehr wertgeschätzt als fertige Massenprodukte. Es könnte auch sein, dass die Anstrengung selbst als belohnend empfunden wird, lautet eine ander Vermutung.

Am Lehrstuhl für Allgemeine und Angewandte Psychologie der Universität Regensburg wurde in einer neuen Studie eine weitere Hypothese untersucht: Möglicherweise kann das scheinbare Paradox auch dadurch aufgeklärt werden, dass für manche Menschen eine auf den ersten Blick anstrengende Aufgabe gar nicht so anstrengend ist - die objektiven Kosten also niedrig sind. Oder aber die Anstrengung macht ihnen nichts aus und gefällt ihnen womöglich - dann sind die subjektiven Kosten niedrig. So vermag etwa der Rätselfreund auch die schweren Rätsel mit Leichtigkeit lösen und die Bergsteigerin auf Berge steigen, weil ihr die Anstrengung nichts ausmacht.

Freiwillig die schwierige Aufgabe?

Um diese Annahmen zu überprüfen, wurden in zwei Experimenten je 100 Versuchspersonen vor die Wahl zwischen einer leichten und einer schwierigen Aufgabe gestellt. Bei der leichten mussten sie entscheiden, ob ein bestimmter Buchstabe im Alphabet näher an A oder Z liegt. Die schwierige Aufgabe bestand darin, bei bestimmten zweistelligen Zahlen zu sagen, ob es sich um eine Primzahl handelt oder nicht.

Die Versuchspersonen durften frei wählen, welche Aufgabe sie erledigen. Zwischendurch streuten die Forscher jedoch Pflichtaufgaben aus beiden Schweregraden ein. Anhand dieser wurde ermittelt, wie unterschiedlich schnell ein Proband die leichten und schwierigen Pflichtaufgaben erfüllte - wie viel anstregender die schwierigen Aufgaben also für ihn waren. War der Unterschied gering, musste er sich demnach nicht besonders anstrengen, um die schwierige Aufgabe zu meistern. Bei einem weiteren Durchgang durften die Probanden zwischen einem Block schwieriger oder leichter Aufgaben wählen. Für die schwierigen sollten sie 2 Euro, für die leichten 1 Euro erhalten.

Es zeigte sich, dass jene Probanden, für die die schwierigen Aufgaben weniger anstrengend waren, eher dazu bereit waren, freiwillig schwierige Aufgaben zu übernehmen. Wer sich also aus Sicht anderer reinhängt, macht dies womöglich auch deshalb, weil es ihm leichter fällt, als es aussieht. Was auf den ersten Blick trivial erscheine, spiele im Alltag eine wichtige Rolle, heißt es in einer Mitteilung der Universität. Etwa dann, wenn aus beobachtetem Verhalten auf Kontrolle und Selbstdisziplin von Menschen geschlossen wird.

Football news:

Sulscher über 3:2 gegen Atalanta Bergamo: Manchester United hat Tradition, Spiele umzudrehen. Trainer Ole-Gunnar Sulscher hat die Partie gegen Atalanta Bergamo in der Champions League für sich entschieden
Die Klubs von APL haben alle 4 Champions-League-Spiele in dieser Woche gewonnen. Die spanischen Teams haben 10 Punkte in 5 Spielen, die italienischen Teams haben 6 Punkte in 4 Spielen, die Bundesliga-Klubs haben 1 Sieg und 3 Niederlagen
Maguire über das Siegtor von Ronaldo Atalante: Das sieht man jeden Tag im Training. Wir haben in der ersten Halbzeit zwei abscheuliche Tore kassiert. Erst haben sie uns erwischt und dann die Standardsituation genutzt. Wir haben in der ersten Halbzeit viele Punkte gemacht und in der Pause gemerkt, dass das nächste Tor entscheidend sein wird
Thomas Tuchel: Lukaku hat sich das Sprunggelenk ausgerenkt, Werner hat sich eine Oberschenkelverletzung zugezogen
Ronaldo traf im Spiel gegen Atalanta zweimal aus dem Strafraum: Manchester United-Stürmer Cristiano Ronaldo schoss in der Champions League zwei Freistöße, der Portugiese schoss in der 56. Minute am Tor vorbei
Bruna Fernandes erzielte in der 3. Runde der Gruppenphase der Champions League den Treffer für den Stürmer Marcus Rachford in der 53. Minute, als Mittelfeldspieler Bruna Fernandes mit Atalanta Istanbul traf
Ronaldo erzielte in allen drei Spielen für Manchester United in der Champions League. In der 81. Minute schoss der eingewechselte Cristiano Ronaldo einen Kopfball von Verteidiger Luke Shaw von der linken Seite und schloss das Comeback ab